TVD am Oktoberfest

Ein Prosit – der TV Dielsdorf am Oktoberfest

Nun nicht am grossen Oktoberfest in München, aber immerhin am Canstatter Volksfest in Stuttgart gab sich der Turnverein in diesem Jahr mal wieder die Ehre. Für den kleinen Schweizer der sich im Inland maximal in einem bescheidenen Festzelt gemäss bayrischer Tradition vergnügen darf, stellt auch das schwäbische Oktoberfest eine ganz andere Dimension dar und genügt den Ansprüchen mehr als genug.

Zuerst als Vorstandsweekend geplant, musste wegen Terminkollisionen und anderer freduiger Ereignisse die traditionelle Klausur der Führungsriege umgeplant werden. Der Öffnung des Anlasses für den gemeinen Turner folgte aufgrund der Kurzfristigkeit dann jedoch nur einer. So machte sich die kleine Gruppe bereits am Freitag Abend auf in die etwas weniger weit entfernte Hauptstadt von Baden-Württemberg und erreicht zum frühen Nachmittag Stuttgart. Dort eingetroffen machte man sich bei schönstem Herbstwetter gleich mal auf die Suche nach dem Volksfest. Nach einem kleinen Spaziergang entlang dem Neckar gelangte man zum riesigen Festgelände. Ohne Reservierung ist in den auch für Turnfest erprobte Zürcher gewaltigen Zelten nichts zu machen, so dass man am Freitag zuerst mal die Aussenstände erkundete. Auch dort gibt es kulinarisch und unterhalterisch einiges zu sehen, so dass man gerne die Sonne genoss und natürlich zu gegebener Zeit sich auch ein Festbier genehmigte. So verbrachte die kleine Speerspitze einen geruhsamen Nachmittag und durfte unterhaltsame Gespräche mit den nördlichen Nachbarn führen. Zum Abend ging es zurück ins Hotel und nach einem kurzen Frischmachen, der Zeitplan war gedrängt, ging es nun weiter in die Innenstadt, um Stuttgart, welches nicht nur das Oktoberfest zu bieten hat, etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Aus informierten Quellen wurde bereits im Vorfeld in der Weinstube Fröhlich, einem bekannten Restaurant in der Altstadt reserviert. Das Freundliche Personal fand schnell gefallen an den Schweizer Gästen und bewirtete diese mit Spezialitäten aus dem Schwabenland zu Teller und zu Glas. Gesättigt stürzte man sich noch etwas ins Nachtleben in der Region um den Hans im Glück Brunnen und bald gings zu Bett, der nächste Tag versprach ebenfalls ein dichtes Programm.

Ausgeschlafen und gestärkt zwängten wir uns nun in unsere Kluft. Der Röstbraten vom Vorabend half nicht gerade beim Anziehen der engen Lederhosen aber mit etwas Nachdruck gelang es allen sich die traditionelle Tracht anzuziehen. Stolz als echte Bayern (in Stuttgart) durchgehen zu können, stolzierten wir noch etwas durch Stuttgart, die Herbstsonne geniessend. Nach dem Mittag näherten wir uns wieder dem Volksfest. Zuerst galt es bei leichter Kost den Kalorienbedarf zu decken. Würste in allen Formen und Farben halfen dabei. In weiser Voraussicht hatten wir in diesem Jahr einen Tisch reserviert und konnten den Countdown in aller Ruhe draussen geniesenn und mussten uns nicht schon früh in ein Zelt zwängen und auf freie Plätze hoffen Aufgrund der Menschenmassen an diesem Samstag schien das auch ein unmögliches Unterfangen. Einer deutschen Männergruppe brachte man noch turnerische Weisheiten bei, dann ging es gegen 18:00Uhr in Richtung Zelt. Drinnen angekommen tobte das Fest bereits, nur wenige hielt es noch sitzend auf den Bänken. Uns auch nur kurz, aber das halbe Händl und ein erste Mass sollten noch in Ruhe genossen werden. Danach gingen auch wir in den Festmodus über und schunkelten in friedlichster Atmosphäre zu alten Klassikern und hoben immer mal wieder unserer Krüge zu einem Prosit der Gemütlichkeit. Die Arme langsam schwer vom vielen Prosit, kündigten die Schnulzenlieder langsam das Ende an. Und wie immer ging pünktlich das Licht an und die Massen strömten nach draussen. Mit etwas Geschick ergatterten wir auch noch ein Taxi und liessen und zu unserem Hotel bringen wo uns Bald der Schlaf des Gerechten ereilte. Ausgeschlafen traten wir am nächsten Tag die Heimreise an, im Wissen, dass es kaum das letzte Oktoberfest gewesen sein wird.

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