Skiweekend 2020 in … Arosa

‘der frühe Vogel fängt den Fisch’… ‘Morgenstund hat Gold im Mund ‘ … ‘früh übt sich’. 

Es gibt viele Zitate die sich mit den Vorteilen eines frühen Beginns beschäftige. Die Teilnehmer des diesjährigen Skiweekends konnten sich bei der Verkündung der Abfahrtszeit jedoch noch schwer mit diesen Vorteilen anfreunden. 5:30Uhr scheint doch eher für Bäcker eine geeignete Zeit zu sein als für Erholung suchende Unterländer. Ob die beiden Abmeldungen tatsächlich wegen Krankheit und Jetlag oder doch der frühen Tageszeit geschuldet waren, bleibt dahingestellt. Nach Kaffee und Gipfeli im Heidiland war die Stimmung aber bereits etwas besser, auch die Platzverhältnisse in den Fahrzeugen war deutlich komfortabler. Im Gegensatz zu den letzten Jahren waren die Strassenverhältnissen hervorragend und so waren wir tatsächlich rekordverdächtig früh um 8 Uhr bereits in Arosa. Es reichte sogar locker für Skimiete und Einchecken.

Immer noch früh gegen 9 Uhr standen wir ausgerüstet und heiss an der Talstation. Das Wetter war noch trüb und neblig aber bereits mit der ersten Bergfahrt riss der Nebel auf und wir kamen bei schönstem Wetter im Skigebiet. Auch die primär zum Après Ski teilnehmenden konnte ihre Motivation bei besten Verhältnissen nicht bremsen und der Heuschreckenschwarm der Zürcher machte sich über die Pisten her. Erstaunlich wenig Leute an den Bahnen machten das Erlebnis noch aussergewöhnlicher. Natürlich konnten wir uns auch nicht nehmen lassen, bei solch traumhaften Bergwetter in der Hörnlihütte den ‘Zmittag’ draussen einzunehmen. Ein Ständchen für das Geburtstagskind am Nachbartisch brachte uns sogar noch eine Runde Appenzeller ein, welche wir brüderlich unserem Neumitglied Mario überliessen. Innerlich gewärmt wagte sich ein kleiner Teil (inkl. Mario) sogar noch auf die Lenzerheide. Auch dort waren die Verhältnisse bestens, so dass wir lange den Tag auf den Ski genossen. Der andere Teil machte sich nach dem Essen bereits vom Hörnli in Richtung Tschuggen, um ja nichts zu verpassen. Erst gegen 16Uhr traf man sich dann gemeinsam zum Apres Ski, für TVD Verhältnisse ausserordentlich spät. Neben dem Skigebiet führt uns eben dieser Apres Ski immer wieder nach Arosa, in der Kuhbar ist die Stimmung tatsächlich jedes Mal ausgelassen und friedlich. Auch in diesem Jahr hielten wir lange durch und erst als das Licht anging und der DJ in den Feierabend verschwand, wagten wir uns auch zu Tale. Bei Vollmond und nun teilweise beleuchteter Abfahrt, war auch dieser Weg im Gegensatz zu den Vorjahren deutlich weniger abenteuerlich und so kamen alle ohne Kratzer an Ski und Gesichtern im Dorfrand von Arosa an. Der magischen Anziehungskraft der Brügglibar Eingangs Arosa konnten wir und auch fast alle Apres Skiler nicht entziehen und so machte man einen ‘kurzen’ Halt vor der Weiterreise ins Hotel. Der frühe Mittag und die sportliche Betätigung machte dann aber auch langsam Appetit und so traf sich der TV in der kleinen Burgerbude. Der arme Besitzer war etwas überfordert aufgrund der plötzlich Anzahl Gäste und so mussten die Hungrigsten teils lange warten auf den aber hervorragend Burger. Eilig hatten wir es nicht und so konnten wir unser müden Beine etwas Ruhe gönnen. Teils waren die Augen so müde, dass die Rechnungsbegleichung etwas erschwert war. Danach stürzten wir uns noch ins Nachtleben von Arosa, welches leider ausser leeren Bars nicht so viel zu bieten hat. (Fast) Niemand war jedoch unglücklich, dass wir eher früh ins Bett mussten. Das frühe Aufstehen zollte bei den älteren Herren doch Tribut. Ausserdem verhiess das Wetter weiterhin nur Gutes. In unserer Luxussuite konnten wir dann zu lauschigem Schnarchen unsere Batterien wieder aufladen.

Ein Männer Massenschlag verspricht selten das Potential zum ausschlafend. Entsprechend früh war Tagwache und beim Frühstück wurde der Vortag nochmals Revue passiert. Als die Sonne langsam über den Horizont stieg, waren wir auch schon wieder bereits mit Ski und Stöcken. Bei wiederum strahlendem Sonnenschein und besten Verhältnissen konnten wir uns auf den Pisten vergnügen. Das frühe Aufstehen bedurfte jedoch auch ein frühes Mittagessen welches wiederum in der Sonne genossen werden durfte. Danach waren die Beine dann doch langsam etwas schwer und die Kurven nicht mehr ganz so eng. Wir kurvten noch genüsslich mit etwas reduziertem Tempo durch den Schnee. Gegen 15 Uhr war die Luft draussen und im Anbetracht des drohenden Verkehres machten wir uns auf den Weg talwärts. Bereits auf der Gegenseite von der Lenzerheide sahen wir die Kolonne und gefühlt das halbe Unterland war auf der Autobahn von Chur nach Zürich unterwegs. Durch zwei Unfälle kompliziert dauerte die Rückfahrt beinahe doppelt so lange wie die Hinreise. Trotzdem entspannt und mit aufgefüllten Vitamin D Spiegeln kamen wir wieder im Nebel an. Wir freuen uns bereits aufs nächste Jahr in …. Arosa.

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